Ich bin ein großer Fan, Städte zu Fuß zu erkunden und in Prag geht das wunderbar, auch wenn man sich mit Sicherheit beim Schlendern durch die unzähligen Gassen und Gässchen und Treppensteigen auf die Türme die Füße platt laufen wird.

Wer nicht gut zu Fuß ist, kommt mit Sicherheit mit der Straßen- und U-Bahn sehr gut zurecht, aber mehr als zwei Kilometer Luftlinie hat man nicht zurückzulegen, wenn man die Neustadt, die Altstadt oder die Kleinseite erkunden möchte.

Mit einem Kurztrip nach Prag ist es unmöglich, alle Sehenswürdigkeiten zu schaffen – daher sollte man sich auf die Must-See Sehenswürdigkeiten beschränken oder sich Favoriten herauspicken. Hier meine liebsten Sehenswürdigkeiten in Prag, die ich in 2 Tagen besucht habe.

Abseits des Touristen-Rummels trumpft Prag mit seinen kleinen Gässchen und Ecken immer mit kleinen Überraschungen auf. Vermutlich stolpert man dabei über das ein oder andere verrückte Kunstwerk von David Cerny oder andere Kunstwerke, die quer über die Stadt verteilt sind.

Sightseeing kann schnell in Stress ausarten. Und stunden- oder gar tagelanges Asphalttreten quält die Füße. Damit der Städtetrip nicht allzu anstrengend wird, sollte man sich bewusst sein: Alles kann, nichts muss! Man muss nicht alles sehen, was im Reiseführer steht oder andere als Must See bezeichnen, sondern man kann auch einfach mal entspannt durchatmen, sich treiben lassen und die Orientierung ein Stückweit verlieren. Prag ist dafür bestens geeignet, denn es gibt sehr viele sehenswerte Gässchen und Ecken abseits des Touri-Rummels. Dafür eignen sich vor allem der Weg zwischen Wenzelsplatz (Václavské náměstí) und Altstädter Ring (Staroměstske náměstí), die Altstadt zwischen Altstädter Ring, Karlsbrücke (Karlův most) und dem einstigen jüdischen Viertel Josefstadt (Josefov), sowie auf der anderen Seite der Moldau die Straßen und Gassen auf der Kleinseite (Malá Strana) rund um den Hradschin-Hügel mit der Prager Burg (Hradčany / Pražský hrad) – hier gibt es auch ruhigere bis geradezu dörfliche Ecken abseits des Rummels.