Wenn du anfängst dich mit dem Thema Modeln zu beschäftigen, stolperst du früher oder später über den Begriff Polas – und fragst dich wahrscheinlich: was sind Polas eigentlich? Keine Sorge, das ist einfacher als es klingt.
Pola kommt von Polaroid – dem amerikanischen Unternehmen das Sofortbildkameras erfunden hat. Der Gedanke dahinter ist derselbe wie beim Instax heute: ein sofortiger, ungefilterter Eindruck. Kein Styling, keine Retusche, kein großes Setup.
Wozu brauche ich Polas?
Agenturen und Kunden wollen wissen wie du wirklich aussiehst – nicht wie du mit perfektem Licht, Make-up und Styling aussiehst. Polas zeigen genau das: dich, so wie du bist. Welche Maße du hast, wie dein Gesicht ohne alles wirkt, wie du dich bewegst. Oft ersetzen sie sogar eine persönliche Vorstellung. Du schickst sie einmal ab und der Kunde entscheidet – das spart beiden Seiten Zeit.
Meistens wird zusätzlich ein kurzes Video angefordert, damit ein noch besserer Eindruck entsteht. Das muss nichts Großes sein – ein paar Sekunden gehen, drehen, lächeln reichen völlig aus.
Was gehört zu den Polas dazu?
Falls du eine Comp Card erstellst oder die Bilder direkt an eine Agentur sendest, solltest du folgende Daten parat haben: Name & Kontaktdaten, Größe, Maße (Brust, Taille, Hüfte), Schuh- und Konfektionsgröße, Haar- und Augenfarbe sowie besondere Merkmale wie Sommersprossen, Piercings oder Narben.
Die wichtigsten Bildausschnitte
Porträt – Close Up: Blick zur Kamera, Ausdruck variieren – neutral, ernst, lachend. Der Ausschnitt geht etwa bis unter die Brust. Im kommerziellen Bereich ist ein natürliches Lächeln meist die bessere Wahl, aber nimm das Bild bei dem du dich am wohlsten fühlst.
Profil: Blick weg von der Kamera damit dein Profil sichtbar ist. Bei langen Haaren einmal offen, einmal mit Zopf.
Hände: Gepflegt, ohne farbigen Nagellack und Schmuck – Hände werden öfter gecheckt als man denkt.
Amerikanischer Schnitt: Kopf bis Knie, lockere natürliche Posen, auch im Halbprofil. Hier darf man ruhig etwas ausprobieren.
Ganzkörper: Dasselbe Prinzip – frontal und im Profil, je nachdem was der Kunde möchte.

Polas selbst machen – so geht es
Einen neutralen Hintergrund, eine weiße Wand, gutes Fensterlicht ohne direkte Sonne – und schon hast du alles was du brauchst.
Du brauchst dafür keine Kamera – ein Smartphone reicht völlig aus, besonders wenn ein Kunde schnell einen Eindruck braucht. Mach mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Ausdrücken und Ausschnitten, sowohl Porträts als auch Ganzkörper. Nicht alle werden auf Anhieb passen – das ist normal. Einfach weiterprobieren.
Was die Kleidung betrifft: figurbetonte, einfarbige Sachen funktionieren am besten. Denim-Jeans in blau, schwarz oder grau, dazu ein schlichtes Oberteil oder ein Body. Keine Neonfarben, keine Muster. Falls du im Bereich Unterwäsche oder Bademode arbeiten möchtest, nimm eine schlichte weiße oder schwarze Variante. Schuhe: Sneaker und Slipper passen immer – leichte offene Schuhe mit Absatz sind ebenfalls eine gute Wahl. High Heels werden von Agenturen oft gewünscht. Leichtes Make-up, gepflegte Hände und Füße, ein Haargummi – fertig.
Wenn du lieber mit einem Fotografen arbeitest: ich mache Pola-Shootings regelmäßig in meinem Studio in Salzburg – meistens einmal im Monat oder direkt im Rahmen eines Sedcard Shootings, was sich in den meisten Fällen gut kombinieren lässt.
Du kannst mich dafür jederzeit anfragen.







